STIBOR Center Hartberg

Über Stibor / Geschichte

Am 1. März 1910 eröffnete Carl Stibor eine Gemischtwarenhandlung am Hartberger Hartplatz Nr.1, dort wo sich die Stibor Herrenmode noch heute befindet.

Carl Stibor wurde 1868 in Markt Hartmannsdorf als der Sohn eines Bauern geboren. Bereits 1897 eröffnete er in Übelbach nördlich von Graz eine Gemischtwarenhandlung.

1901 verkaufte er alles und ging mit seiner Familie nach Pöllau im Bezirk Hartberg, um hier wiederum eine Gemischtwarenhandlung am dortigen Hauptplatz zu betreiben. Daneben produzierte Carl Stibor in Pöllau Sodawasser und Limonaden.

1910 bot sich die nächste Gelegenheit, weil der damals 76 Jährige Kaufmann Josef Schickh in Pension gehen wollte und sein Haus am Hartberger Hauptlatz verkaufte. Carl Stibor ergriff die Gelegenheit, verkaufte seinem bisherigen Besitz und erwarb von Schickh das Haus und die Gemischtwarenhandlung.

Er musste allerdings hohe Kredite aufnehmen, sodass die Geschäfte, auch wegen des 1914 ausgebrochenen Ersten Weltkrieges anfangs nicht sonderlich gut liefen. Erst durch die Hyperinflation der Jahre 1921/22 konnte sich Carl Stibor entschulden und seinen Betrieb auf gesunde Beine stellen. Trotz der Wirtschaftskrise Anfang der 1930er Jahre kam er zu Reichtum, er besaß zu Beginn des Zweiten Weltkrieges neun Häuser in und um Hartberg.

Doch wie gewonnen, so zerronnen. Die Häuser wurden teils im Krieg zerstört, teils von Carl Stibor verkauft, weil er einen guten Preis zu erhalten glaubte. Die erhaltenen Reichsmark waren aber nach 1945 nicht mehr das Papier wert, auf dem sie gedruckt waren. So blieben Carl Stibor bis zu seinem Lebensende zwei Häuser, eines am Ring, eines in der Bahnhofstraße.

Das Geschäftshaus am Hartberger Hauptplatz hatte er bereits seine Söhne Karl und Ferdinand 1937 in Form einer OHG übernommen. Bereits 1939 trennten sich die Brüder, indem Ferdinand Stibor seine eigenes Haus am Hauptplatz 15 kaufte und dort eine Eisenwarenhandlung eröffnete. Karl Stibor verblieb im Haus Hauptplatz 1 mit dem Sortiment Lebensmittel + Textilien.

In den 60er Jahren trat die nächste Unternehmergeneration an, zunächst übernahm Karl Stibor das nunmehr reine Textilgeschäft von seinem Vater gleichen Namens; Heinz Stibor trat nach dem Studium Maschinenbau / Wirtschaft 1969 als Nachfolger von Ferdinand Stibor in dessen Betrieb ein. Heinz Stibor baute das Geschäftslokal von 80 m² auf 400 m² Verkaufsfläche aus. Das Sortiment war schon davor kontinuierlich gewachsen.

Die Firma Stibor handelte nun nicht nur mit Eisen und Beschlägen, sondern auch mit Werkzeugen, Öfen, Farben, Glas- und Porzellan und Haushaltsartikeln. 1975-1978 wurde ein Teil des Sortiments in ein neues Geschäft des Typus „Heimwerkermarkt“ in die Othmar Riegerstr. (heute Oldtimermuseum Kröpfl) umgelagert. Der neuen Platzangebot entsprechend kamen Fliesen und Sanitär und die Spielwarenabteilung und Sport hinzu.

1978-1989 gab es weiterhin drei Stibor Geschäfte in Hartberg: das Textilgeschäft von Karl Stibor mit dessen Nachfolgern Charly und Helmut Stibor und das Hauptplatzgeschäft bzw. der Heimwerkermarkt von Heinz Stibor in der Bahnhofstr. 21 am Standort des jetzigen Toolparks.

1989 erwarb Heinz Stibor die Häuser Bahnhofstr. 23 und 25 hinzu und baute auf der Fläche das Stibor Center mit etwa 3.500 m² Verkaufsfläche. Das Hauptplatzhaus wurde fremd vermietet, so wie auch einige Teile des Stibor Centers. Heinz Stibor zog alle Sortimente im Geschäft in der Bahnhofstraße zusammen.

Heinz Stibors Sohn Stephan trat 1995 ins Unternehmen ein, nachdem er in Graz Betriebswirtschaft und Geschichte studiert hatte. Stephan Stibor vermietete in den folgenden Jahren einen Großteil der Fläche im Stibor Center. Er selbst behielt nur noch das Spielwarengeschäft und die Babyartikelhandlung. Dafür expandierte die Firma Stibor in den Jahren 1996 – 2005, indem sie weitere Spielwarenmärkte in Oberwart, Graz, Kapfenberg und Leibnitz eröffnete.

Der Tradition der Familie Stibor in Hartberg folgend, sich immer wieder den Änderungen des Marktes anzupassen, sind ständig weitere Neuerungen zu erwarten. Helmut Stibor eröffnete beispielsweise 2009 zusätzlich zu seinem Herrenmoden Geschäft einen S.Oliver Laden neben Hartberg auch in Oberwart.

Die Firma Stibor Fachmarkt GmbH. in der Hartberger Bahnhofstraße konzentrierte sich 2009 auf die beiden Standorte Hartberg und Graz und führte 2011 im Hartberger Geschäft Lederwaren ein.